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Sonntag, 20. Mai 2012
Das Winterkonzert
Sonntag, den 08. April 2007 um 11:12 Uhr

Das Winterkonzert

bildarchive_58Begonnen hat alles mit dem 1. Konzert am 13.01.1968 in der Turnhalle der Katholischen Grundschule in Birgelen unter der Leitung des im Februar 1971 verstorbenen Dirigenten Josef Deckers. Damaliger Höhepunkt des Konzertes war der Auftritt der „Nudelberger Hofkapelle", bestehend aus vier Komödianten.

Der Musikverein hatte zu dieser Zeit noch nicht das Repertoire, um einen großen Konzertabend alleine bestreiten zu können. So wurden Chöre verpflichtet, sowie überregional bekannte Gesangssolisten, die den Konzerten ihren Stempel aufdrückten. Das erfolgreiche Schaffen der im Laufe der Zeit tätigen Dirigenten, sowie die wachsende Mitgliederzahl und das steigende Selbstbewusstsein der Musiker führten dazu, dass ab dem Jahr 1980 die Winterkonzerte vom Musikverein alleine bestritten wurden.

Hiervon abweichend traten die vereinigten Kirchenchöre Birgelen-Houverath 1982 und im Jubiläumsjahr 1985 auf. Zwischen diesen beiden Vereinen besteht durch den Chorleiter Karl-Josef Thissen, der von 1970 bis 1978 auch Dirigent des Musikvereins war, ein enger und freundschaftlicher Kontakt.

bildarchive_60Das Konzertprogramm wurde von Jahr zu Jahr anspruchsvoller und im gleichen Maße stiegen die Zuhörerzahlen. Im Laufe der Jahre rückte der Zeitpunkt näher, an dem erkennbar wurde, dass die Turnhalle den Anforderungen nicht mehr genügen würde. Beim Konzert 1990 war es dann soweit, dass selbst unter Missachtung aller Nutzungvorschriften das Platzangebot nicht mehr ausreichte und der zuständige Brandschutz der Freiwilligen Feuerwehr die Sicherheit der Konzertbesucher nicht mehr gewährleisten konnte.

So musste man sich nach einem neuen Austragungsorgt umsehen. Auch der lokalen Presse blieb dieser Umstand nicht verborgen, und so ging die Heinsberger Volkszeitung in einem ausführlichen Bericht mit dem Titel „Turnhalle reicht nicht aus auf die örtlichen Gegebenheiten ein. Nachdem innerhalb der Stadt Wassenberg keine geeignete Halle zur Verfügung stand, die sowohl genügend Platz als auch eine gute Akustik bot, entschloss man sich schweren Herzens, in den Nachbarorten Ausschau zu halten und wurde in der Stadt Hückelhoven fündig. Hier stand mit der Aula des Gymnasiums ein Konzertsaal zur Verfügung, der auch den höchsten Ansprüchen und vor allen Dingen der Sicherheit, Komfort, Akustik usw. gerecht wurde und im Kreis Heinsberg und darüber hinaus seinesgleichen sucht. Man wurde sich mit den Verantwortlichen in Hückelhoven schnell einig und veranstaltete am 11. Januar 1992 das erste Winterkonzert in der Aula. Um den Zuhörern aus Birgelen die Entscheidung zu erleichtern, die Konzerte des Musikvereins auch „ in der Fremde zu besuchen, wird bis zum heutigen Tag ein kostenloser Bustransfer von Birgelen nach Hückelhoven und zurück organisiert.

bildarchive_59Wie richtig die Entscheidung war, die Aula als Austragungsorgt zu wählen, lässt sich an der weiteren Entwicklung des Vereins erkennen. Die hervorragenden Konzertbedingungen, wie auch die optimalen Probenbedingungen im eigenen Probenraum und in der Aula, führten zu Leistungssteigerungen, die beim Landeswettbewerb für Blasorchester im Jahr 1994 in Erkelenz durch einen 1. Rang mit Belobigung in der Höchststufe belohnt wurden.

Seit dem Wandel zum symphonischen Blasorchester wurden in der regionalen und überregionalen Presse Berichte über den Verein veröffentlicht mit Überschriften wie: „Stehende Ovationen in der Aula; Zuhörer fühlten sich wie im Wiener Neujahrskonzert; Mitreißend in allen Registern; Internationaler Standard auf hohem Niveau, usw. Abgerundet wurde die positive Entwicklung des Musikvereins durch die Moderation von Ruth Jansen. Seit dem Jahr 1990 führt sie die Zuhörer charmant und professionell durch das Programm. Sowohl die Erläuterungen zu den Musikstücken als auch ihre Ausführungen zu den Komponisten werden vom Publikum mit Interesse aufgenommen.

Seit dem Beginn der 80er Jahre gehört es zu den Winterkonzertvorbereitungen, dass ab dem Herbst zweimal wöchentlich geprobt wird. In der letzten Woche steht tägliches Proben auf dem Programm. Im Jahr 1996 wurde darüber hinaus ein Workshop eingeführt, der im Sauerland auf Burg Bilstein stattfand und sich über das ganze Wochenende erstreckte. Dieser Workshop ist seitdem zur festen Einrichtung geworden und findet einmal jährlich wenige Wochen vor dem Winterkonzert statt. Zuletzt wurden aus Kostengründen die Katholische Grundschule und der Probenraum hierfür herangezogen. Durch den Dirigenten des Vereins und Dozenten verschiedener Musikhochschulen wird den Musikern hier der letzte Schliff für das Konzert verpasst. An dieser Stelle sei der Schulleitung der Katholischen Grundschule in Birgelen und der Stadt Wassenberg herzlich gedankt für die Erlaubnis, die Schulräume für unsere Zwecke nutzen zu dürfen.

Das Konzertprogramm im Jubiläumsjahr 2000 bestand neben neuen Kompositionen für Blasorchester auch aus einer Auswahl von Beiträgen, die im Laufe der letzten fünfzehn Jahre schon einmal aufgeführt wurden. Es handelte sich hierbei um Musikstücke, die als Orientierung für die weitere Entwicklung des Vereins dienten und daher als Meilensteine auf dem Weg zum symphonischen Blasorchester bezeichnet werden können. Mit dem Florentiner Marsch 1985, Zwei kleine Finken 1988, Slawische Rhapsodie 1989 und Banditenstreiche 1990 gelang der Zugang zur gehobenen Marschmusik, zum solistischen Vortrag, zur Romantik und zur Komischen Oper. Durch die Aufführung der Winterkonzerte von 1968 bis heute wurden so viele Musikrichtungen erarbeitet, dass man sagen kann: „Der Musikverein ‚Eintracht Birgelen ist in fast allen Bereichen der Blasmusik zu Hause.